Die Woche 33/2018

Themen sind die Linke Sammelbewegung, der AfD-Wähler als wissenschaftliches Forschungsobjekt und einem Arschloch.

Die Linke Sammlungsbewegung. Eigentlich eine gute Idee, die linken Parteien eint mehr als sie trennt. Was Die Linke allerdings von mir trennt sind Frau Wagenknecht und Herr Lafontaine. Und während Frau Wagenknecht gegen die Aufnahme von Flüchtlingen ist, weil diese langfristig zu mehr Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt führen, ignoriert sie, dass der Arbeitsmarkt durch die Konsumentenrolle der Flüchtlinge auch wächst und momentan augenscheinlich mehr unbesetzte Stelle als geeignete Arbeitslose existieren – sonst wären diese Stellen ja besetzt. Das ist also reines linksnationales Gebrabbel.

Mir ist das alles zu vage. Was kommt da? Was ist der Plan der GründerInnen? Auch der SPIEGEL ist skeptisch:

Bestimmen am Ende tatsächlich linksnationale und migrationskritische Töne das Auftreten der Sammlungsbewegung? Bleiben Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine auch nach außen hin die dominierenden Figuren? Vieles ist noch vage – auch wenn sich zunehmend Anhänger und Sympathisanten mit Gastbeiträgen und Interviews aus der Deckung wagen.

Bastian Reichardt schreibt im Freitag sogar, dass eine Sammlungsbewegung als „Top-Down-Organisation“ eben keine ist:

Wie der italienische Marxist Antonio Gramsci dargelegt hat, nimmt die Hegemonie einer Idee ihren Ausgang immer erst in der Zivilgesellschaft, entwickelt sich dort und wird nach langen, schwierigen Prozessen in der Politik übernommen. Sollte die Politik mit einer Situation konfrontiert sein, in der ihre Ideen keine zivilgesellschaftliche Vorherrschaft besitzen, dann bleibt ihr nur der Zwang. Linke Parteien müssen also versuchen, sich auf die Spitze von gesellschaftlichen Bewegungen zu setzen. Sie selbst zu initiieren, geht in die falsche Richtung.

Schaun mer mal.

Die AfD-AnhängerInnen wurden ja zur Genüge analysiert, und das Ergebnis: Sie sind statistisch gesehen überwiegen sexuell frustrierte Rassisten. Und diese beiden Themen könne verdammt eng zusammen liegen:

Diese psychopathologische Konstitution, in der Projektionen sexueller Frustration zu Hass führen, insbesondere auf die als potente sexuelle Konkurrenz wahrgenommenen arabischen „jungen Männer“, spielt als unbewusste, irrationale Treibkraft der Neuen Rechten offensichtlich eine wichtige Rolle. Der Rechtspopulismus fungiert somit auch als politische Ausscheidung einer massenhaften, aus Liebesmangel resultierenden Psychopathologie, als ein „stummer Schrei nach Liebe“.

Tatsächlich hat die AfD, wie das Sommerinterview mit Herrn Gauland anschaulich bewiesen hat, außer Flüchtlingen und Flüchtlingen, Flüchtlingen im Allgemeinen und Flüchtlingen, die uns die Frauen wegnehmen ungefähr gar keine Themen zu bieten.


Vielleicht sollten wir uns bei AfDlern mal auf nen Kaffee einladen und sie davon überzeugen, dass Hass schlecht und Liebe gut ist. Denn zwischen Störkraft und den Onkelz
steht bei ihnen ’ne Kuschelrock LP.

Panik: Auf einem Condor-Flug wurde ein der Toilette ein Zettel mit Aufschrift „Bombe“ gefunden. Ergebnis: Eskorte durch Kampfjets, unplanmäßige Landung in Chania auf Kreta. Vor 25 Jahren hätte man da nur gegähnt. Als ich damals von Heraklion (auch Kreta) nach Düsseldorf zurück flog, musste ich den Kanguruhbeutel mit der zerlegten Spiegelreflexkamera und dem Portemonnaie nur neben dem Metallspürgerät durch die Holzwand durchreichen, es wurde nicht kontrolliert, auch nicht per Röntgengerät. Dabei hätten darin auch zwei zerlegte Pistolen Typ P1 mit vier vollen Magazinen sein können.

Ich hoffe, dass der blöde Arsch, der den Zettel aufs Klo gelegt hat, ausreichend Ärger bekommt.

Und Ihr so?

Deine Meinung dazu?

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