Preacher (Spoileralarm)

Comics als TV-Serien gehen im Moment ja so gut, dass Netflix fast in Marvelflix umbenannt wurde. Ein Comic von Autor Garth Ennis und Zeichner Steve Dillon, der bei DC erschienen ist, wurde nun von AMC als Serie verfilmt und geht diesen Juni in Deutschland exclusiv bei Amazon Prime in die dritte Runde.

Der Comic heißt Preacher [Amazon-Partner-Link].

Irgendwo in Texas ist Jesse Custer Prediger in einem kleinen Dorf. Schon sein Vater war dort Prediger und nach einer mittelerfolgreichen Karriere als Ganove und Gangster tritt Jesse dann doch in die Fußstapfen des Vaters. Und in Annville, wie das Dorf heißt, sind viele Menschen, die die Unterstützung des Preachers brauchen.

Da ist zum Beispiel Eugene, dessen Gesicht durch einen Schuss aus einem Gewehr absurd entstellt ist, und da Jesse für einen Priester erstaunlich mit Gott hadert (wenn er denn überhaupt an ihn glaubt), sind seine Ratschläge einmal wie von einem Kalenderblatt abgelesen – und dann wieder schockierend ehrlich.

Bis eine merkwürdige Macht auf ihn herabfährt und ihm eine Stimme verleiht, mit der er Menschen Dinge tun lassen kann. Auch Dinge, die nach irdischen Maßstäben gar nicht möglich sind. Sagt er mit dieser Stimme einem Menschen, er solle zur Hölle fahren, findet dieser sich genau dort wieder, in der Zelle neben Hitler.

Dominic Cooper spielt den ungewaschenen, verschlafenen, kettenrauchenden Jesse und Ruth Negga seine Jugend- und Schulfreundin Tulip. Zu den beiden stößt Cassidy, ein Vampir (Joseph Gilgun).

Eine mysteriöse Geheimorganisation wird auf Jesse aufmerksam und Engel erscheinen, um ihm diese Macht, die er nur versehentlich erhalten hat, wieder abzunehmen. Jesse schaft es, über eine Art Funkgerät der Engel mit Gott in Kontakt zu treten und seine Gemeinde Fragen direkt an den Chef stellen zu lassen, findet dann aber heraus, dass Gott verschwunden ist und man seine Stelle provisorisch mit einem Schauspieler besetzt hat.

Zusammen mit Tulip und Cassidy zieht er los, um Gott zu finden und wird dabei unter anderem von einem Untoten aus der Hölle und von der erwähnten Geheimorganisation verfolgt, die am Ende vom merkwürdigen Herrn Starr (Pip Torrens) geleitet wird.

Die ganze Geschichte ist absurd, blutig, schmutzig, ungewaschen und betrunken und das macht sie so sehenswert. Die drei suchen Gott wortwörtlich überall, auch in einem Bordellhinterzimmer, wo ein Typ in einem Spandex-Dalmatiner-Onesie inclusive Hundekopf arbeitet. Aber Ok, was wissen wir schon, welche Hobbies Gott so hat.

Und in wenigen Tagen beginnt die dritte Staffel von Preacher. Zeit, Staffel 1 und 2 [Amazon-Partner-Link] nochmal zu gucken – oder damit anzufangen. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!

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