Die Woche 28/2018

Babyboom! Teure Nazis! Chinesische Eisenbahnen! Chinesische Agenten!

Babyboom: Warum steigt gerade die Geburtenzahl so deutlich an? Es gibt mehrere Gedanken dazu. Zum einen sind die Kinder der Babyboomer-Generation (also meiner Generation) gerade im Alter, in dem man Kinder bekommt. Sie bekommen zwar weniger Kinder als es noch vor 40 Jahren üblich war, aber sie sind viele, weil ihre Eltern auch eine sehr personenstarke Generation ist.

Dazu kommt, dass Flüchtlinge, die in Deutschland angekommen sind, auch meist eher jung sind und auch viele Schwangere flüchteten, deren Kinder jetzt in unserer Geburtenstatistik auftauchen. Und bevor jetzt jemand von Umvolkung verschwörungstheoretisiert: Schaut Euch mal die Schimanskis und Kowalskis im Kohlenpott an. Die kamen vor 140 Jahren als „Ruhrpolen“ rüber und haben die Stahlindustrie mit aufgebaut. Da hat Deutschland angefangen, ein Einwanderungsland zu sein. Und eine Umvolkung hat es nicht gegeben.

Warum ist der Anstieg der Geburtenraten so wichtig? Weil wir junge Menschen brauchen, wenn wir nicht alle in die Altersarmutsfalle tappen wollen.

Teure Nazis

Teure Nazis

Teure Nazis: Der NSU-Prozess war ne teure Sache. Die Polemik auf diesem Bild ist etwas unscharf, aber sie trifft es ganz gut, was die Relationen angeht. Die Kosten, die Flüchtlinge bei uns verursachen, sind eher gering. So gering, dass man sich eigentlich nicht über die Kosten aufregen sollte, in derselben Zeit kann man schöne Dinge machen oder mehr Geld verdienen, als man durch die Flüchtlinge nicht verdient. Denn die Tatsache ist unwiderlegt: Niemand hat einen finanziellen Nachteil, weil unser Land Menschen aufgenommen hat, die um Hilfe gebeten haben.

Und natürlich dürfen wir die Opfer des NSU-Rassismus nicht vergessen.

Chinesische Eisenbahnen: Vor rund 20 Jahren hat China bei deutschen Herstellern Züge gekauft, u.a. den ICE. Jetzt haben sie nicht nur einen Zug, der noch ne Ecke schneller ist, als der ICE, sondern exportieren. Auch in die EU. Und wegen der pingeligen Zulassungsbehörden hier bei uns sind wir der Referenzkunde.

Chinesische Spione: Da denkt man zunächst an Wirtschaftsspionage. Also die Fälle, wo man das kopierte Produkt nicht eh selber herstellt (iPhone) oder kaufen kann, um zu gucken, wie man es selber besser bauen kann (Züge, siehe oben), sondern da, wo man irgendwie in Firmen eindringen muss, um deren Geheimnisse zu erfahren.

Tatsächlich spioniert China auch PolitikerInnen aus. Bevor man jetzt die Chinesen zum Staatsfeind Nr. 1 erklärt: Bitte denkt dran, dass wir auch Österreich ausspioniert haben.

Aus persönlichem, traurigem Anlass erinnere ich nochmal an Gülle und warum wir sie nicht auf die Äcker schütten sollten.

Und wie jede Woche die Frage: Und Ihr so?

 

 

 

 

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