Strom sparen ist toll und wird bei steigenden Strompreisen immer toller. Es gibt eine Reihe Hilfsmittel. LED-Lampen statt Glühbirnen. Stromzähler, die Dauerverbraucher identifizieren helfen. All sowas.

Jetzt hab ich was Neues entdeckt. Es heißt VoltBox (und ich verlinke es nicht, weil es nichts als dreister Betrug ist).

VoltBox ist ein Ding, das an einen WLAN-Repeater erinnert, und das in der Steckdose dafür sorgen soll, dass man weniger Strom verbraucht.

Wow.

Ralph Knacke heißt der Autor des Textes (ok, sein Proflbild heißt author_freeman.jpg und der Autor scheint auch als Model für Stockfotos zu arbeiten) und er beschreibt ein vermeintlich tolles Produkt.

Erfahren Sie, weshalb Stromversorger Angst vor diesem bahnbrechenden Gerät haben, das Ihre Stromrechnung um bis zu 90% senkt

Headline bei VoltBox

Das klingt verlockend. Bloß, wie soll das gehen?!?

Es nennt sich Voltbox und seine Technologie wurde ursprünglich von niemand Geringerem als dem legendären serbisch-amerikanischen Erfinder, Elektroingenieur, Maschinenbauingenieur und Futuristen Nikola Tesla entwickelt.

Ah. Tesla. Der Elektrozauberer. Klar, das muss was Gutes sein.

Voltbox ist ein kleines, kompaktes, erschwingliches und einfach zu bedienendes Einsteckgerät, das verhindert, dass unnötiger Strom in die elektrischen Leitungen gelangt und das Netzwerk überlastet.

Geräte ziehen aufgrund von Ineffizienzen und Rauschen auf der Sinuswelle immer mehr Strom, als sie zum Betrieb benötigen.

Voltbox reduziert dieses Rauschen und verringert damit die Menge an verschwendetem Strom. Das Gerät ändert nicht, was der Zähler anzeigt, und entzieht auch keinen zusätzlichen Strom, sondern nutzt die Energie nur effizienter, so dass weniger davon benötigt wird.

Ok, davon hab ich noch nie was gehört, das widerspricht sich nicht nur selbst sondern auch noch allem, was ich in einem halben Jahrhundert über Elektrizität gelernt habe, aber ich lerne gern dazu.

Aber schaut man sich an, wer hinter VoltBox steckt, wird einem vieles klar:

Die Gründer sind vielseitig begabt, denn..

…sie sind auch Versicherungsfachleute (TinEye findet bei der Suche nach anderen Verwendungen dieses Fotos insgesamt 60 Websteiten)

Zurück zum Wundergerät.

Die VoltBox soll in die Steckdose gesteckt werden, die dem Zähler am nächsten ist.

Wenn man ein großes Haus hat oder eine große Wohnung, noch dazu in die entfernteste Steckdose und am besten in alle dazwischen offenbar auch noch. Dafür werden auch Mengenrabatte für die Kästchen ageboten.

„Klar“, dachte ich spontan, „wenn ich in jede Steckdose so ein Dings stöpsle ist ja keine mehr für Verbraucher frei. Kluge Sache!“

Wobei ich nicht darauf hinweisen muss: Das alles ist totaler Blödsinn.

Sobald der Stecker eingesteckt ist, zeigt die grüne LED an, dass das Gerät eingeschaltet ist und funktioniert.

Schön sind auch die zufriedenen Kunden, die von den Vorteilen der VoltBox berichten. Da ist zum Beispiel Ben aus Berlin:

Warum Ben in Berlin eine Steckdose Typ B hat, wie sie in den USA genutzt werden, bleibt ein Rätsel.

Ebenso eine der großen Fragen ist, warum Bens Steckdose auch bei Maximilian aus München zu finden ist.

Und er die VoltBox genau so hält, wie Ben es tat.

Ich frage mich manchmal wirklich, ob ich nicht umsatteln sollte. Jeden Morgen steht ein Dummer auf und ganz offensichtlich gib es genügend davon.

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Kategorien: Allgemein

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